DANUBIANA auf neuen Wegen

DANUBIANA auf neuen Wegen

Sie sollen eine neue Politikebene in der Europäischen Union schaffen – und zur staatenübergreifenden Kooperation für gemeinsame Herausforderungen führen: die makroregionalen EU-Strategien. Eine Vernetzung dieser Strategien zu Themen der Zivilgesellschaft strebt das Projekt DANUBIANA an, das während des Aktionstages zur Europawahl in Ulm seinen Höhepunkt feierte. 2009 wurde erstmals eine Strategie der Europäischen Union für

Sie sollen eine neue Politikebene in der Europäischen Union schaffen – und zur staatenübergreifenden Kooperation für gemeinsame Herausforderungen führen: die makroregionalen EU-Strategien. Eine Vernetzung dieser Strategien zu Themen der Zivilgesellschaft strebt das Projekt DANUBIANA an, das während des Aktionstages zur Europawahl in Ulm seinen Höhepunkt feierte.

2009 wurde erstmals eine Strategie der Europäischen Union für staatenübergreifende Teilräume vorgestellt: die Ostsee-Strategie. Später kamen der Donauraum, die Gebiete Adria-Ionisches Meer und der Alpenraum hinzu. Somit sind bereits 19 EU-Staaten in eine oder mehrere makroregionale Strategien eingebunden. Die gemeinsamen Themen und Herausforderungen stehen in diesen Strategien im Mittelpunkt, Aktivitäten und Finanzinstrumente sollen koordiniert werden. Auf diese Weise können Synergien erzeugt werden, um eine verbesserte Wirkung und einen effizienteren Einsatz von Ressourcen zu erzielen.

Zivilgesellschaft als Ideenspenderin
Unter den Prämissen der „Drei NOs“ (no new funding, no new legislation, no new institution) werden europäische Makroregionen ausschließlich durch die enge Zusammenarbeit der beteiligten AkteurInnen umgesetzt. Der Zivilgesellschaft kommt in dieser Phase eine wesentliche Rolle zu, sowohl im Zugang zur Bevölkerung als auch als vielfältige Ideenspenderin für die Gesellschaft.

Donau-Vernetzung wird ausgebaut
Die europäische Projektinitiative DANUBIANA nahm die Aufforderung zur Mitarbeit an makroregionalen Strategien zum Anlass und lud Schlüsselorganisationen der Zivilgesellschaft aus Makroregionen zur gemeinsamen Diskussion zentraler Themen ein.
Unter der Leitung der Organisation Europahaus Budapest besuchten die ProjektpartnerInnen europäische Städte, um Herausforderungen der Strategien und Auswirkungen auf die Zivilgesellschaft zu vergleichen, zu analysieren und Erfahrungen auszutauschen:
– Was und wie können wir voneinander lernen?
– Welche Themen erzeugen aktuell Spannung in der Gesellschaft?
– Wie wird die Zivilgesellschaft in den jeweiligen Ländern in Entscheidungsstrukturen eingebunden?

Symbol der Einigkeit in Ulm
Während des Aktionstages zur Europawahl in Ulm feierte das Projekt seinen Höhepunkt. Vor dem Ulmer Münster wurde mit Unterstützung von Schülern der Europa Botschafterschule Friedrich-
List ein Blumenarrangement ausgebreitet, in Form einer europäischen Flagge – als leuchtendes Symbol der Einigkeit. Musikalisch untermalt wurde die Aktion von den Klängen der Europa-Hymne, dargeboten vom Jungen Kammerchor des Humboldt-Gymnasiums Ulm.
Blumen und Musik – kaum jemand, dem diese Kombination kein wehmütiges Lächeln ins Gesicht zauberte. Nie wieder Krieg, echte Gemeinschaft, Solidarität – für die DANUBIANA ProjektpartnerInnen bedeuten diese Begriffe keine Worthülsen, sie spiegeln vielmehr die Bereitschaft wider, sich gemeinsam für eine bessere Welt einzusetzen, trotz vieler nationaler Unterschiede.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit pflegt die EU aktuell mit 5 Makrostrategien:

Ostseestrategie (EUSBSR): beteiligt sind acht EU-Staaten mit ca. 85 Mio Einwohnern plus Norwegen, Island, Russland und Weißrussland.
Donauraumstrategie (EUSDR): umfasst Gebiete von elf EU- und Nachbar-Staaten mit rund 100 Mio Einwohnern.
Strategie für die Adria und das Ionische Meer (EUSAIR): mit acht Staaten, davon vier EU-Mitgliedsländer.
Alpenraumstrategie (EUSALP): Regionen in fünf EU-Mitgliedsstaaten sowie die Schweiz und Liechtenstein mit zusammen rund 70 Mio. Einwohnern.

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