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13 hours ago

13 Jahre lang hat der bulgarische Autor Dimitre Dinev – er lebt seit 1990 in Wien – an seinem Roman „Zeit der Mutigen“ gearbeitet, ein 1150 Seiten starkes opulentes Opus über Europa im Allgemeinen, die jüngere, politisch wie literarisch kaum aufgearbeitete Geschichte Bulgariens, die Menschwerdung und das Zusammenleben in einer Gesellschaft. Ebenso opulent und ausschweifend, stets selbstkritisch mit feinem Humor, antwortete er auf die Fragen beim Donausalon am Donnerstag im Donaubüro Ulm/Neu-Ulm. Auch anhand seiner eigenen Vita zeigte er, was es mit einer Gesellschaft macht, die ihre Vergangenheit quasi weggesperrt hat, denn die Traumata bleiben nicht nur, sie werden in die nächste Generation weitergegeben. Zwei kurze Häppchen aus dem Roman machten Lust auf mehr. Wie überhaupt die bulgarische Literatur einiges zu bieten hat: neben Georgi Gospodinov und Georgi Tenev auch Angel Igov, Alek Popov, Aleksandăr Vutimski und weitere – wiewohl der lieblose Büchertisch eher mager bestückt war. Da ginge deutlich mehr.Den Auftakt zum Donausalon machte Ulf Brunnbauer, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung in Regensburg, mit einem launigen Abriss der bulgarischen Geschichte vom Mittelalter bis heute, Lana Mayer (EUROPE DIRECT Stuttgart) moderierte souverän den Abend. Ausklang bei Baniza und Ljutenica nebst bulgarischem Wein, gerne wieder! #donau #donausalon #bulgarien ... See MoreSee Less
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