Danube Confluence – Zehn Jugendliche entdecken das Leben der Fischer

Vier Länder, vier aufregende Camps – und ein gemeinsames Abenteuer entlang der Donau! In diesem einzigartigen Projekt erkundeten Jugendliche den zweitlängsten Fluss Europas auf kreative Weise und tauchten in seine faszinierende Natur und Kultur ein. Den Auftakt machte Friends of the Danube in Belgrad, gefolgt von einem Besuch im malerischen Fischerdorf Tutrakan in Bulgarien und

Vier Länder, vier aufregende Camps – und ein gemeinsames Abenteuer entlang der Donau! In diesem einzigartigen Projekt erkundeten Jugendliche den zweitlängsten Fluss Europas
auf kreative Weise und tauchten in seine faszinierende Natur und Kultur ein. Den Auftakt machte Friends of the Danube in Belgrad, gefolgt von einem Besuch im malerischen Fischerdorf
Tutrakan in Bulgarien und einer Erkundungstour durch das Naturparadies Donau-Delta in Rumänien. Begeistert von der Schönheit der Landschaft und den Traditionen der Fischer,
hielten die Teilnehmer ihre Erlebnisse in fesselnden Interviews und tollen Fotos fest – ein Storytelling-Projekt, das die Magie der Donau lebendig werden lässt!

Jugend-Mediencamp „Spotlight on the Fishermen“ – Eine Reise zur Donau
Am 2. Juni 2024 verließ ich Rumänien für eine besondere Erfahrung: das Jugend-Mediencamp „Danube Confluence: Spotlight on the Fishermen“, organisiert von Agapedia und danube connects.

Das Camp brachte Jugendliche aus Rumänien, Bulgarien und der Ukraine zusammen, um die Donau, ihre Fischertraditionen und das Ökosystem zu erforschen und ihre Eindrücke medial festzuhalten.
Meine Reise begann in der bulgarischen Stadt Tutrakan, wo wir uns mit der Fischerei und dem natürlichen Ökosystem der Donau befassten. Der Aufenthalt dort war interkulturell und bot Gelegenheit, traditionelle Speisen, Kleidung und Tänze kennenzulernen. Anschließend reisten wir zur rumänischen Stadt Crișan im Donaudelta, nahe dem Schwarzen Meer. Die Ankunft war abenteuerlich: mit viel Gepäck auf einem kleinen Boot, umgeben von Dunkelheit, Mücken und ungewohnten Geräuschen der Natur. Doch der Anblick des Sonnenuntergangs, der Pelikane, Kormorane und das harmonische Zusammenspiel der Tiere entschädigten uns für die Anstrengungen.
Tagsüber erlebten wir die intensive Hitze und Feuchtigkeit des Deltas, während die Abende eine magische Ruhe boten – ein Lebensraum, in dem Tiere und Pflanzen dominieren. Die Einheimischen leben in Einklang mit der Natur und respektieren ihre Umgebung. Unsere Tage waren gefüllt mit Kajaktouren, Vogelbeobachtungen, Interviews mit Fischern und Fotoshootings. Wir erfuhren, wie sich das Leben an der Donau im Laufe der Jahre verändert hat und wie wichtig es ist, Traditionen und Natur zu bewahren.
Was dieses Camp besonders machte, war die Verbindung zwischen den Teilnehmern. Anfangs Fremde, wuchsen wir durch das gemeinsame Erleben und den Austausch über unsere Kulturen eng zusammen. Uns wurde bewusst, dass die Donau nicht nur ein Fluss ist, sondern eine historische, kulturelle und ökologische Lebensader.
Trotz der logistischen Herausforderungen, Sonnenhitze und Mückenstiche war das Camp ein voller Erfolg. Es zeigte, dass der Erhalt der Donau nur durch Zusammenarbeit möglich ist. Jugendcamps wie dieses bieten die beste Gelegenheit, junge Menschen zu sensibilisieren, dass sie gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft arbeiten. Ich bin dankbar, ein Teil davon gewesen zu sein, und hoffe, dass dieses einzigartige Ökosystem bewahrt bleibt – für die Tiere, die Natur und die Menschen, die es respektieren.

Kamilla Halaszy,
Cluj-Napoca

 

 

Tutrakan und die Fischer der Donau – Eine Geschichte, die nie endet

Die Donau ist nicht nur ein Fluss, sondern eine Lebensader, die seit Jahrhunderten Menschen, Kulturen und Geschichten verbindet. Einst eine Grenze des Römischen Reiches, heute eine Quelle des Lebens für zehn
europäische Länder, bewahrt die Donau eine tief verwurzelte Geschichte der Fischerei, der damit verbundenen Kulinarik und eines Lebensstils, der weit älter ist, als wir es uns vorstellen können.

Tutrakan, eine Stadt am bulgarischen Ufer der Donau, ist ein Ort voller Historie – gezeichnet von Kriegen, Besetzungen, Naturkatastrophen, aber auch von Tradition und Beständigkeit. Heute zieht die Stadt Touristen an, die die
authentische Fischerei und Küche der Donau erleben möchten. Hier leben Menschen, deren Vorfahren über Jahrtausende das gleiche getan haben: Fisch fangen, um ihn zu verkaufen, am Ufer gemeinsam essen und sich dem Rhythmus der Natur hingeben.
Früher waren die Fischer von Tutrakan wahre Legenden der Donau. Nach dem Winter verbrachten sie bis zu neun Monate auf dem Fluss, fuhren hunderte Kilometer entlang der bulgarischen Grenze, fischten, verkauften ihre Ware und lebten in Lagern am Ufer entlang.
Der Winter bedeutete nicht Stillstand – die Donau war oft zugefroren, sodass man Löcher ins Eis bohrte, um Fische zu fangen. Die Fischerei war nicht nur ein Beruf, sondern eine Lebensweise, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde.
Heute sind diese Fischer nicht in Vergessenheit geraten. Junge Menschen wie Tisho, ein Schüler aus Tutrakan, sehen ihre Zukunft in der Fortführung dieser Tradition. Während andere Jugendliche vielleicht von Karrieren in Technik oder Wissenschaft träumen,
steht für ihn fest: Die Donau, die Fischerei und das Leben auf dem Wasser sind seine Bestimmung.
Und während Städte schrumpfen und Menschen in große Metropolen ziehen, wächst die Sehnsucht vieler nach einer „Rückkehr zur Natur“. Doch was bedeutet das eigentlich? Ein Ausflug aufs Land, ein paar Fotos und ein frisch gegrillter
Fisch? Die Natur braucht uns nicht – wir brauchen sie! Unsere Vorfahren verstanden die Zeichen des Himmels, berechneten ihr Essen bis aufs letzte Korn und ertrugen Entbehrungen, die für uns unvorstellbar wären.
Es ist an der Zeit, nicht nur über uns selbst zu sprechen, wenn wir von Naturverbundenheit reden. Die Fischer von Tutrakan sind nicht nur Figuren aus der Vergangenheit – sie sind da, leben, arbeiten und bewahren ihre uralten Traditionen.
Ja, ihre Augen sind müde vom ständigen Blick aufs Wasser, ihre Hände rau von der täglichen Arbeit. Die wahre Verbindung zur Natur entsteht nicht durch gelegentliche Ausflüge, sondern durch das Leben mit ihr – Tag für Tag, Generation für Generation.

office@tutrakan-tourism.eu
www.tutrakan-tourism.eu
www.danube-adventure.com

Martin Krastev,
Sofia

 

NÄCHSTER YOUTH BOOTCAMP STOP: Bosnien und Herzegowina ’25
Das herzförmige Land Europas übernimmt in diesem Jahr nicht nur den Vorsitz für die EU Donauraumstrategie, sondern macht sich auch stark als Gastgeber für die Jugend. Im Rahmen des Danube Confluence Projektes und des Danube Youth Organization Network (DYON) ist ein Jugendtreffen geplant. Die Teilnehmer werden an einem Filmfestival in Srebrenica teilnehmen und anschließend die einzigartige und wilde Natur beim Rafting und Wandern erkunden. Bleiben Sie gespannt!

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