Auen im Fokus

Auen im Fokus

Das Projekt „Danube Floodplain“ zielt auf die Verbesserung des transnationalen integrativen Wassermanagements und der Hochwasserprävention ab, während es auch den Nutzen für den Erhalt der Biodiversität durch Wiederherstellung von Auen, Kombination klassischer und grüner Infrastruktur, natürliche Rückhaltemaßnahmen und Einbeziehung von Akteuren maximiert. In den vergangenen Jahrzehnten war Landnutzung durch starke Veränderung der Feuchtgebietsökosysteme gekennzeichnet. Seit

Das Projekt „Danube Floodplain“ zielt auf die Verbesserung des transnationalen integrativen Wassermanagements und der Hochwasserprävention ab, während es auch den Nutzen für den Erhalt der Biodiversität durch Wiederherstellung von Auen, Kombination klassischer und grüner Infrastruktur, natürliche Rückhaltemaßnahmen und Einbeziehung von Akteuren maximiert.

In den vergangenen Jahrzehnten war Landnutzung durch starke Veränderung der Feuchtgebietsökosysteme gekennzeichnet. Seit 1970 sind 90% der globalen Feuchtgebiete mit 84% der Wirbeltierarten verschwunden. Entlang der Donau wurden 70% der Auen von Flüssen getrennt, auf den verbleibenden lastet extremer Druck, verschiedene Leistungen zu erbringen. Heute ist klar, dass naturbasierte Lösungen helfen können, Leben und Management der Auen nachhaltig zu gestalten und starke,  widerstandsfähige Ökosysteme aufzubauen.

Auen spielen eine entscheidende Rolle zur Linderung häufiger Klimaextreme wie Fluten oder Dürren. Ihre Wiedervernetzung und -herstellung und eine geeignete Landnutzung ist eine integrative Lösung für beides. Je mehr wiederhergestellt werden, desto größer der Effekt auf Ebene der Flussgebiete.

Bei Danube Floodplain arbeiten Institutionen der Wasserwirtschaft mit Forschern und Ökologen zusammen, um ein Tool zur Auen-Renaturierung (Danube Floodplain  Evaluation Tool) zu verbessern, von der Auswahl geeigneter Gebiete über Planung von Renaturierung bis zur Bewertung der Effekte auf Biodiversität, Hochwasserschutz und verschiedene Ökosystemleistungen. Fünf Pilotgebiete entlang der Donau und ihrer Nebenflüsse in Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Serbien und Slowenien wurden ausgewählt, um es zu testen und Machbarkeitsstudien zu erstellen.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Vergrößerung der Auen die Wasserspeicherkapazität erhöht, während Wasserstand und Fließgeschwindigkeit sinken. Renaturierungen haben einen nachweisbaren Effekt auf die Hochwasserspitze und Verschiebung des maximalen Wasserabflusses, was auch extreme Fluten mildert. Die Resultate zeigen auch, dass je mehr neue, potenzielle Auen an Flüsse angeschlossen werden, desto größer der Effekt auf die Hochwasserspitze. Es gab jedoch Ausnahmen, unterschiedliche Kombinationen von Renaturierungsmaßnahmen können zu unterschiedlichen Effekten führen, lokale Gegebenheiten sollten berücksichtigt werden.

Ergebnisse der mesoskaligen Biodiversitätsbewertung zeigen, dass Auenlebensräume und damit die Biodiversität von der Erhöhung der lateralen Konnektivität profitieren können, wie es in den meisten Wiederherstellungsszenarien vorgesehen ist. Die Wiederherstellung der Biodiversität und Feuchtgebietsökosysteme bildet auch eine gute Grundlage für die Anpassung an Klimafolgen. Während die Bewertung auf der Meso-Skala die allgemeine Tendenz für die Entwicklung von Lebensräumen zeigt, gibt eine Analyse auf der Mikro-Skala Einblick auf Ebene der Arten oder spezifischen Gemeinschaften. Dies erfordert jedoch eine vertiefte Kenntnis der Umgebung und umfangreiche Feldforschung.

Ökosystemleistungen und ihre Verbesserung durch Wiederherstellung wurden unter Einbeziehung von Akteuren auf Pilotflächen bewertet. Eine erweiterte Kosten-Nutzen-Analyse mit einbezogenen Ökosystemleistungen wurde verwendet, um wirtschaftliche Vorteile aufzuzeigen. Die Einbeziehung der Integrität und Gesundheit der Ökosysteme und ihrer Leistungen bestätigte die Kosteneffizienz der Wiederherstellungen und den guten Effekt für die Verbesserung der Ökosysteme.

Das Danube Floodplain project (Reducing flood risk through floodplain restoration along the Danube River and tributaries – DTP2-003-2.1) wird kofinanziert von der Europäischen Union (EFRE, IPA-Fonds).

 

 

 

 

 

 

Andrea Samu, Projektmanagerin Living Rivers Programm, Donauregion, WWF Ungarn

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